International 09.08.2018

BWF setzt auf mehr Show

[Foto: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Jede Menge Tänzerinnen, laute Pop-Musik und eine Kiss-Cam fängt ein verliebtes Pärchen ein. Klingt zunächst wie ein Baseball- oder Basketballspiel in den USA. Nichts da! Diese Szenen spielten sich am Finaltag der Badminton-Weltmeisterschaften in Nanjing ab.
Es ist Teil einer neuen Strategie des Badminton-Weltverbandes (BWF), um Badminton populärer zu machen. Das erklärt BWF-Generalsekretär Thomas Lund gegenüber der Presseagentur AFP. "Wir brauchen neue, junge Fans. Wir sehen uns als Teil einer Entertainment-Branche und nicht als reines Sportbusiness", sagt der Däne.

"Wir kämpfen mit zahlreichen anderen Sportarten um die Gunst der Fans. Fernsehen, Social Media, Internet. Wir wollen die Fans besser an den Badmintonsport binden."

Aber es ist mehr als nur laute Musik und zahlreiche neue Showelemente. Die Spieler, wohl anders als in den Jahren davor, sollen mehr in den Mittelpunkt rücken. Bei den großen BWF-Turnieren laufen die Spieler mittlerweile wie Rockstars in die Arenen ein.

"Wir wollen klarstellen, dass es im Badminton in erster Linie um die Spieler geht", erklärte der zweifache Mixed-Weltmeister Lund gegenüber AFP.

"Es geht darum, wie wir diese Spieler präsentieren. Wenn wir wollen, dass die Fans die besten Badmintonspieler als Stars wahrnehmen, müssen wir sie auch entsprechend darstellen."

Die Kiss-Cam war bereits bei der WM in Nanjing im Einsatz. Sie fängt ein verliebtes Paar in den Zuschauerreihen ein.

"Wir werden es nicht mit der globalen Popularität von Fußball aufnehmen können, aber es gibt viel Entwicklungspotential und Luft nach oben", glaubt Thomas Lund.







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