International 20.08.2019

WM in Basel: Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich weiter

WM in Basel: Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich weiter
Mark Lamsfuß und Isabel Herttrich in Basel in Runde zwei [Foto/LIVE: BadmintonPhoto]
Von Claudia Pauli
Bei den Weltmeisterschaften im schweizerischen Basel erwiesen sich - wie erwartet - bereits die Erstrundengegnerinnen und -gegner der Spielerinnen und Spieler des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) als hohe Hürden.
Am ersten Veranstaltungstag (Montag, 19. August) gelang es lediglich dem Mixed Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim), einen Sieg zu verbuchen. Kai Schäfer (SC Union Lüdinghausen) im Herreneinzel, Fabienne Deprez (Club de Badminton d'Aulnay-sous-Bois/Frankreich) im Dameneinzel, Bjarne Geiss/Jan Colin Völker (Blau-Weiss Wittorf/TV Refrath) im Herrendoppel und Marvin Seidel/Linda Efler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/SC Union Lüdinghausen) ebenfalls im Mixed hingegen verloren ihr Auftaktmatch und sind damit bei den TOTAL BWF World Championships 2019 ausgeschieden.

"Alles in allem ist uns leider – wie es zu befürchten war - in keinem der vier Spiele, in denen wir der klare Außenseiter waren, ein Satzgewinn gelungen", zog Chef-Bundestrainer Detlef Poste ein Fazit.
Kai Schäfer (Weltranglistenplatz 84) unterlag dem Weltranglisten-21. Lu Guang Zu aus China mit 12:21, 15:21, war mit seiner Leistung aber durchaus zufrieden: "Meine Form war im Training zuletzt nicht gut. Heute war es ein Schritt in die richtige Richtung. Phasenweise habe ich so gespielt, wie ich es mir vorgestellt habe. Letztlich war aber die Fehlerquote zu hoch und mir hat dadurch die Sicherheit gefehlt", so der 26-Jährige.

Fabienne Deprez (Weltranglistenplatz 68) musste sich der Koreanerin Kim Hyo Min (Weltranglistenplatz 42) trotz starken Beginns (11:4, 14:8 im ersten Satz) am Ende mit 16:21, 11:21 geschlagen geben. Die Deutsche Vizemeisterin verzeichnete damit im zweiten Vergleich mit der Asiatin die zweite Niederlage.

Für Bjarne Geiss/Jan Colin Völker (Weltranglistenplatz 86) waren in deren erstem Match bei Individual-Weltmeisterschaften die malaysischen Weltranglisten-20. Ong Yew Sin/Teo Ee Yi zu stark (12:21, 19:21).
Marvin Seidel/Linda Efler (Weltranglistenplatz 34) scheiterten derweil in Runde eins mit 19:21, 14:21 an den Weltranglisten-17. Rinov Rivaldy/Pitha Haningtyas Mentari aus Indonesien.

"Im Mixed im ersten Satz und im Herrendoppel im zweiten Satz konnten wir leider die Chance auf den Satzgewinn nicht nutzen", meinte Detlef Poste zum Herrendoppel sowie zum Gemischten Doppel der Deutschen Meister Marvin Seidel/Linda Efler.

Zufrieden zeigte sich der Chef-Bundestrainer dagegen mit dem Auftritt von Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (Weltranglistenplatz 19): Die amtierenden EM-Dritten setzten sich zu Turnierbeginn mit 21:15, 21:17 gegen die Lokalmatadore Oliver Schaller/Celine Burkart (Weltranglistenplatz 87) durch. Damit gelang dem Duo des DBV im zweiten Aufeinandertreffen mit den Schweizern der zweite Sieg.

"Mark und Isabel haben solide gespielt. Im zweiten Satz sind die Schweizer kurz vorne gewesen. Mark und Isabel haben es aber gut geschafft, ruhig zu bleiben. So haben sie letztlich doch relativ deutlich in zwei Sätzen gewonnen", sagte Detlef Poste. Nächste Gegner der Tokio 2020-Kandidaten sind am Dienstag (20. August) die topgesetzten Weltranglistenersten Zheng Si Wei/Huang Ya Qiong aus China. Das Duell mit den Titelverteidigern bedeutet eine Premiere anlässlich eines Wettkampfes.

Auch Kai Schäfer, Bjarne Geiss/Jan Colin Völker sowie Marvin Seidel/Linda Efler trafen anlässlich der Individual-WM 2019 erstmalig auf ihre Gegner.

Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen) im Dameneinzel, Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) im Herrendoppel und Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) im Damendoppel bestreiten erst am zweiten Veranstaltungstag ihre erste Partie in Basel.

Dagegen musste das Damendoppel Johanna Goliszewski/Lara Käpplein (beide 1. BV Mülheim) kurzfristig für das WM-Turnier absagen: Johanna Goliszewski kann krankheitsbedingt nicht in der St. Jakobshalle antreten.