International 03.11.2019

SaarLorLux Badminton Open: Chinesische Dominanz

SaarLorLux Badminton Open: Chinesische Dominanz
Sieger im Herreneinzel: Lakshya Sen aus Indien [Foto/LIVE: Sven Heise]
Von Thomas Fuchs
Bei den SaarLorLux Badminton Open 2019 gehen vier Titel an Athleten aus China.
Der letzte Ballwechsel ist gespielt, die SaarLorLux Badminton Open gingen heute mit einem spannenden Finaltag zu Ende. Deutsche Athleten waren nicht mehr dabei, als in der Saarbrücker Saarlandhalle um die Turniersiege gekämpft wurde. Die dominante Nation beim BWF World Tour 100 Turnier war einmal mehr Badminton-Macht China. Insgesamt sechs Finalisten stellte das Reich der Mitte, viermal konnten chinesische Athleten den Siegerpokal in die Höhe stemmen. Lediglich im Herreneinzel wurde die chinesische Dominanz gebrochen. Lakshya Sen aus Indien sicherte sich in dieser Disziplin den Turniersieg.

Um 14 Uhr startete der Finaltag mit einem rein chinesischen Duell im Mixed. Xin Wa Guo und Shu Xian Zhang setzten sich hier mit 21:18 und 21:19 gegen Xiang Yu Ren und Chao Min Zhou durch. In einem temporeichen Spiel setzten sich Guo und Zhang schnell ab und brachten die Führung zweimal knapp über die Ziellinie.

Auch im Damendoppel ging der Titel nach China. Hier triumphierten Xuan Xuan Liu und Yu Ting Xia mit 21:16 und 21:13 über Lauren Smith und Chloe Birch aus England. "Sie haben stark gespielt und waren taktisch sehr gut. Wir sind etwas zu langsam und passiv gestartet. Wir hätten heute gerne gewonnen, aber insgesamt war es trotzdem
eine gute Woche für uns", resümierte Lauren Smith nach der Partie.

Als nächste Europäerin mit Titelchancen ging anschließend Line Christophersen aus Dänemark auf die grüne Matte. Am Vortag hatte die 19-Jährige mit einer engagierten Vorstellung noch Yvonne Li aus dem Turnier gekegelt, heute war Yun Li aus China eine Nummer zu groß. Mit 21:12 und 21:13 ging der nächste Turniersieg nach China. "Ich habe mich voll auf mein Spiel konzentriert und mich vom Publikum nicht ablenken lassen. Auch als ich mal mit vier Punkten zurückgelegen habe, hat mich das nicht nervös gemacht. Ich bin froh, dass ich mein Spiel durchziehen konnte", verriet Yun Li nach der Siegerehrung.

Lakshya Sen bricht chinesische Dominanz

Im vierten Spiel des Tages gelang es dem Inder Lakshya Sen, den nächsten Turniersieg eines Chinesen zu verhindern. Nach kleinen Startschwierigkeiten konnte er an seine grandiose Spielweise der vergangenen Tage anknüpfen und das Finale gegen Hong Yang Weng mit 17:21, 21:18 und 21:16 für sich entscheiden. Für den jungen Inder war der Triumph in Saarbrücken bereits der dritte Turniersieg in Folge. In den vergangenen Wochen war er schon bei den Belgian International und bei den Dutch Open nicht zu schlagen.

Im letzten Spiel des Tages waren es dann wieder zwei Jungspunde aus China, die am Ende jubeln durften. Die beiden 18-jährigen Zi Jian Di und Chang Wang ließen Mathias Bay- Smidt und Lasse Moelhede aus Dänemark mit 21:17 und 21:15 keine Chance.

Mit Ende des Finaltages zog Turnierdirektor Frank Liedke ein positives Fazit. "Zuerst möchte ich mich bei allen Helfern und Förderern des Turniers bedanken. Von allen 180 Helfern wurde in dieser Woche hervorragende Arbeit geleistet", lobte Liedke. Auf sportlicher Ebene war der Turnierdirektor von den kurzfristigen Absagen einiger Stars verärgert: "So kann das nicht weitergehen. Wir werben hier mit den Spitzenspielern und zwei Tage vor Turnierbeginn hagelt es Absagen. Da muss sich der Weltverband etwas einfallen lassen", findet Liedke. Trotzdem ist er sicher, dass die Zuschauer in der Saarlandhalle voll auf ihre Kosten gekommen sind. "Die Zuschauer haben trotzdem Top- Badminton gesehen. Die Saarlandhalle ist für den Badmintonsport perfekt geeignet. Ich denke, dass wir hier wieder Werbung für unseren Sport machen konnten", so der Turnierdirektor.