International 2025.12.20

HSBC BWF World Tour Finals: Super-Popov als erster Franzose im Endspiel

HSBC BWF World Tour Finals: Super-Popov als erster Franzose im Endspiel
[Foto/LIVE: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Christo Popov ist der erste Franzose, der das Finale der World Tour Finals im Einzel erreicht hat.
Christo Popov hat Badminton-Geschichte geschrieben. Als erster Franzose überhaupt ist der 21-Jährige ins Finale der BWF World Tour Finals im Herreneinzel eingezogen. Im Halbfinale des prestigeträchtigen Saisonabschlussturniers in Hangzhou besiegte Popov am Samstag den Japaner Kodai Naraoka souverän mit 21:19, 21:8 und bestätigte damit seinen bemerkenswerten sportlichen Aufstieg der vergangenen Monate.

Nach einem zunächst ausgeglichenen ersten Satz, der von langen Ballwechseln und hoher Intensität geprägt war, übernahm Popov zunehmend die Kontrolle. Seine physische Präsenz, gepaart mit einem variablen Angriffsspiel und taktischer Reife, stellte Naraoka, die Nummer neun der Weltrangliste, vor unlösbare Probleme. Besonders im zweiten Durchgang offenbarte sich ein deutlicher Leistungsunterschied: Popov dominierte das Geschehen nahezu nach Belieben und entschied den Satz in nur 18 Minuten.

Bemerkenswert ist dieser Erfolg auch vor dem Hintergrund der hohen Belastung, die der Franzose im Turnierverlauf hatte verkraften müssen. Mehrere Drei-Satz-Partien sowie eine frühe Blessur an der Achillessehne hatten Zweifel an seiner körperlichen Verfassung aufkommen lassen. Diese jedoch zerstreute Popov mit einer reifen, konzentrierten Vorstellung, die seine Fortschritte in Physis, Spielverständnis und mentaler Stabilität eindrucksvoll belegte.

„Der Gewinn des ersten Satzes war entscheidend“, sagte Popov nach der Partie. „Danach hatte ich mehr Vertrauen in mein Spiel, während mein Gegner müder wurde.“ Dass er erstmals bei diesem Turnier in zwei Sätzen siegte, verschaffe ihm zusätzliche Erholung vor dem Finale.

Im Finale geht es um 240.000 Dollar

Dort wartet nun die größtmögliche Herausforderung. Popov trifft auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen dem Chinesen Shi Yu Qi und dem Thailänder Kunlavut Vitidsarn – also auf die Nummer eins oder zwei der Welt, zugleich einen amtierenden oder ehemaligen Weltmeister.



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