Stars 2025.10.13
Die zehn wertvollsten dänischen Athleten

[Foto/Archiv: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Tennisspieler Holger Rune führt das Ranking an – doch Badminton-Superstar Viktor Axelsen ist auch vorne dabei.
Spitzensport kann sich lohnen – nicht nur auf dem Podium, sondern auch auf dem Konto. Wer international erfolgreich ist, kann mit Preisgeldern und vor allem mit lukrativen Sponsorenverträgen Millionen verdienen.
Die dänische Zeitung Ekstra Bladet hat gemeinsam mit dem Analyseunternehmen Above Sports eine Rangliste erstellt, die zeigt, welche dänischen Athleten derzeit das größte kommerzielle Potenzial besitzen. Bewertet wurden Kriterien wie die Zahl der Instagram-Follower, die Medienpräsenz (gemessen über Infomedia) und der sogenannte „Athlete Brand Performance“-Index – ein Wert, der sportliche Leistung, Karrierephase und die internationale Reichweite der jeweiligen Disziplin berücksichtigt.
Warum Handballer fehlen
Überraschend: Namen wie Mathias Gidsel oder Emil Nielsen sucht man auf der Liste vergeblich. Der Grund liegt laut Branding-Experte Thomas Badura auf der Hand:
„Sie sind starke Persönlichkeiten – sowohl in Dänemark als auch in Teilen Deutschlands und natürlich in der Handballwelt. Aber wenn man Handball mit Fußball vergleicht, bewegt man sich in völlig unterschiedlichen wirtschaftlichen Dimensionen. Selbst in Deutschland, wo Handball groß ist, spielt die Fußballökonomie in einer ganz anderen Liga.“
Auch Fußballstars wie Christian Eriksen oder Rasmus Højlund fehlen – nicht, weil sie zu wenig Strahlkraft hätten, sondern weil es im dänischen Fußball kaum Tradition gibt, große individuelle Sponsorenverträge abzuschließen.
Platz 1: Holger Rune (Tennis)
Der 22-jährige Holger Rune steht an der Spitze des Rankings. Kein Wunder: Er vereint sportliche Klasse mit internationaler Vermarktungsfähigkeit.
Obwohl er nicht die Nummer eins der Welt ist, profitiert Rune von der enormen Kommerzialisierung des Tennissports. Wer sich unter den Top Ten der Weltrangliste hält, ist für globale Marken interessant – und Rune hat längst Verträge mit Nike, Babolat und Rolex in der Tasche.
„Tennis ist kommerziell viel weiter als Badminton“, erklärt Badura. „Ein Spieler wie Viktor Axelsen ist in seiner Sportart ein absoluter Superstar – aber Tennis ist global größer und wirtschaftlich stärker. Da steckt einfach viel mehr Geld im System.“
Platz 2: Jonas Vingegaard (Radsport)
Jonas Vingegaard, zweifacher Sieger der Tour de France, gehört zu den sportlich erfolgreichsten Dänen überhaupt. In puncto Markenwert liegt er dennoch knapp hinter Rune – vor allem wegen der geringeren globalen Reichweite des Radsports.
„In Europa ist Radsport riesig, aber in Asien oder den USA spielt er kaum eine Rolle“, sagt Badura. „Vingegaard ist in Europa ein starkes Markenprofil, während Rune – dank Tennisturnieren in den USA und Asien – weltweit sichtbar ist.“
Immerhin: Vingegaard hat einen individuellen Sponsorenvertrag mit Bygma, einem dänischen Baumarktunternehmen, das ihm sogar einen maßgeschneiderten Helm entworfen hat.
Platz 3: Viktor Axelsen (Badminton)
Kaum ein anderer dänischer Athlet verkörpert Globalisierung im Sport so eindrucksvoll wie Viktor Axelsen. Der Badminton-Weltmeister und Olympiasieger ist in Europa zwar bekannt – in Asien jedoch eine absolute Legende.
In Ländern wie China, Indonesien oder Malaysia ist Axelsen so populär, dass seine Spiele Arenen füllen und er von Fans wie ein Popstar gefeiert wird. „Axelsen ist international größer als in Dänemark“, sagt Badura. „In Asien ist er ein Superstar. Dass eine Weltbank wie HSBC ihn als Markenbotschafter engagiert hat, spricht Bände.“
Zu seinen Sponsoren zählen YONEX, HSBC und Samsung – allesamt globale Schwergewichte. Axelsen zeigt, dass auch eine vermeintliche Randsportart großes Marketingpotenzial entfalten kann, wenn sie auf den richtigen Märkten gespielt wird.
Globales Potenzial, lokale Grenzen
Die Studie von Above Sports zeigt, wie unterschiedlich Sportarten in der globalen Wahrnehmung funktionieren. Während Tennis und Radsport von weltweiten Mediennetzwerken profitieren, bleibt Handball trotz dänischer Erfolge ein regionales Rand-Phänomen. Und Badminton? Dort hat Dänemark – dank Axelsen – einen Botschafter, der die Grenzen des Sports sprengt.
Drei Sportarten, drei Charaktere – und ein Land, das immer wieder Weltklasse hervorbringt. Doch wer global erfolgreich sein will, muss mehr als Titel gewinnen. Man muss zur Marke werden.
Die weiteren Platzierungen:
4. Mads Pedersen (Radsport)
5. Clara Tauson (Tennis)
6. Kevin Magnussen (Motorsport)
7. Mattias Skjelmose (Radsport)
8. Rasmus Højgaard (Golf)
9. Nicolai Højgaard (Golf)
10. August Holmgren (Tennis)
Die dänische Zeitung Ekstra Bladet hat gemeinsam mit dem Analyseunternehmen Above Sports eine Rangliste erstellt, die zeigt, welche dänischen Athleten derzeit das größte kommerzielle Potenzial besitzen. Bewertet wurden Kriterien wie die Zahl der Instagram-Follower, die Medienpräsenz (gemessen über Infomedia) und der sogenannte „Athlete Brand Performance“-Index – ein Wert, der sportliche Leistung, Karrierephase und die internationale Reichweite der jeweiligen Disziplin berücksichtigt.
Warum Handballer fehlen
Überraschend: Namen wie Mathias Gidsel oder Emil Nielsen sucht man auf der Liste vergeblich. Der Grund liegt laut Branding-Experte Thomas Badura auf der Hand:
„Sie sind starke Persönlichkeiten – sowohl in Dänemark als auch in Teilen Deutschlands und natürlich in der Handballwelt. Aber wenn man Handball mit Fußball vergleicht, bewegt man sich in völlig unterschiedlichen wirtschaftlichen Dimensionen. Selbst in Deutschland, wo Handball groß ist, spielt die Fußballökonomie in einer ganz anderen Liga.“
Auch Fußballstars wie Christian Eriksen oder Rasmus Højlund fehlen – nicht, weil sie zu wenig Strahlkraft hätten, sondern weil es im dänischen Fußball kaum Tradition gibt, große individuelle Sponsorenverträge abzuschließen.
Platz 1: Holger Rune (Tennis)
Der 22-jährige Holger Rune steht an der Spitze des Rankings. Kein Wunder: Er vereint sportliche Klasse mit internationaler Vermarktungsfähigkeit.
Obwohl er nicht die Nummer eins der Welt ist, profitiert Rune von der enormen Kommerzialisierung des Tennissports. Wer sich unter den Top Ten der Weltrangliste hält, ist für globale Marken interessant – und Rune hat längst Verträge mit Nike, Babolat und Rolex in der Tasche.
„Tennis ist kommerziell viel weiter als Badminton“, erklärt Badura. „Ein Spieler wie Viktor Axelsen ist in seiner Sportart ein absoluter Superstar – aber Tennis ist global größer und wirtschaftlich stärker. Da steckt einfach viel mehr Geld im System.“
Platz 2: Jonas Vingegaard (Radsport)
Jonas Vingegaard, zweifacher Sieger der Tour de France, gehört zu den sportlich erfolgreichsten Dänen überhaupt. In puncto Markenwert liegt er dennoch knapp hinter Rune – vor allem wegen der geringeren globalen Reichweite des Radsports.
„In Europa ist Radsport riesig, aber in Asien oder den USA spielt er kaum eine Rolle“, sagt Badura. „Vingegaard ist in Europa ein starkes Markenprofil, während Rune – dank Tennisturnieren in den USA und Asien – weltweit sichtbar ist.“
Immerhin: Vingegaard hat einen individuellen Sponsorenvertrag mit Bygma, einem dänischen Baumarktunternehmen, das ihm sogar einen maßgeschneiderten Helm entworfen hat.
Platz 3: Viktor Axelsen (Badminton)
Kaum ein anderer dänischer Athlet verkörpert Globalisierung im Sport so eindrucksvoll wie Viktor Axelsen. Der Badminton-Weltmeister und Olympiasieger ist in Europa zwar bekannt – in Asien jedoch eine absolute Legende.
In Ländern wie China, Indonesien oder Malaysia ist Axelsen so populär, dass seine Spiele Arenen füllen und er von Fans wie ein Popstar gefeiert wird. „Axelsen ist international größer als in Dänemark“, sagt Badura. „In Asien ist er ein Superstar. Dass eine Weltbank wie HSBC ihn als Markenbotschafter engagiert hat, spricht Bände.“
Zu seinen Sponsoren zählen YONEX, HSBC und Samsung – allesamt globale Schwergewichte. Axelsen zeigt, dass auch eine vermeintliche Randsportart großes Marketingpotenzial entfalten kann, wenn sie auf den richtigen Märkten gespielt wird.
Globales Potenzial, lokale Grenzen
Die Studie von Above Sports zeigt, wie unterschiedlich Sportarten in der globalen Wahrnehmung funktionieren. Während Tennis und Radsport von weltweiten Mediennetzwerken profitieren, bleibt Handball trotz dänischer Erfolge ein regionales Rand-Phänomen. Und Badminton? Dort hat Dänemark – dank Axelsen – einen Botschafter, der die Grenzen des Sports sprengt.
Drei Sportarten, drei Charaktere – und ein Land, das immer wieder Weltklasse hervorbringt. Doch wer global erfolgreich sein will, muss mehr als Titel gewinnen. Man muss zur Marke werden.
Die weiteren Platzierungen:
4. Mads Pedersen (Radsport)
5. Clara Tauson (Tennis)
6. Kevin Magnussen (Motorsport)
7. Mattias Skjelmose (Radsport)
8. Rasmus Højgaard (Golf)
9. Nicolai Højgaard (Golf)
10. August Holmgren (Tennis)
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