Stars 2025.12.20
Auch mitten in der Dunkelheit gibt es Licht und Glück

[Foto/Archiv: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
In einem großen Interview mit TV 2 Sport erzählt Marvin Seidel (30) von den schicksalhaften Tagen, in denen er seine Zwillinge verlor.
Der deutsche Badmintonstar Marvin Seidel (30) hat in einem Interview mit dem dänischen Sender TV 2 Sport über den Tod seiner frühgeborenen Zwillinge berichtet. Clara und Jacob kamen im August 2025 per Kaiserschnitt zur Welt und starben wenige Tage nach ihrer Geburt.
TV 2 Sport hat den deutschen Nationalspieler in seiner Heimatstadt Saarbrücken getroffen, denn er möchte seine bewegende Geschichte unbedingt erzählen.
Wie TV 2 berichtet, wurden die Kinder extrem früh geboren und wogen weniger als 500 Gramm. Laut Seidel seien beide medizinisch gesund gewesen, hätten jedoch aufgrund der Frühgeburt nicht weiter im Mutterleib verbleiben können. Den Eltern sei vor der Geburt erklärt worden, dass die Überlebenschancen bei etwa fünfzig Prozent lagen und mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden gewesen wären.
In den ersten Stunden nach der Geburt konnten die Eltern ihre Kinder nicht sehen, da diese intensivmedizinisch versorgt wurden. Erst später begegneten sie ihnen in Inkubatoren. Nach mehreren Tagen verschlechterte sich der Zustand der Zwillinge. Die Ärzte stellten in Aussicht, dass ein operativer Eingriff notwendig werden könnte, der jedoch mit sehr hohen Risiken verbunden gewesen wäre und mit großer Sicherheit zu schweren Behinderungen geführt hätte.
Nach Gesprächen mit dem medizinischen Personal entschieden sich die Eltern gegen eine Operation. In den letzten Stunden durften sie ihre Kinder halten. Laut Seidel geschah dies im Beisein von Ärzten und Pflegepersonal. Clara starb fünf Tage nach ihrer Geburt, ihr Bruder Jacob einen Tag später.
"Ich habe nicht versucht, stark zu sein. Es ist völlig in Ordnung, in so einer Situation nicht stark zu sein. Wir haben zwei Stunden lang ununterbrochen geweint" - Marvin Seidel.
Eine Woche nach dem Tod der Kinder veröffentlichte Seidel einen Beitrag auf Instagram, der laut TV 2 eine große Reichweite erzielte. Der Badmintonspieler berichtete, zahlreiche Rückmeldungen von Menschen mit ähnlichen Erfahrungen erhalten zu haben. Seidel erklärte, ihm sei wichtig gewesen, auf die Situation frühgeborener Kinder aufmerksam zu machen und zu zeigen, dass betroffene Eltern nicht allein seien.
"Es ist schön, dass das Leben weitergeht – und es wird auch für uns weitergehen. Niemand weiß, ob wir jemals wieder das Glück haben werden, schwanger zu werden, aber wir werden es versuchen. Und selbst wenn nicht, werden wir glückliche Menschen sein. Das ist sehr beruhigend. Wir lieben uns heute noch mehr als zuvor."
Wenige Wochen nach den Ereignissen nahm Seidel das Training wieder auf. Er betonte gegenüber TV 2, dass der sportliche Alltag ihm geholfen habe, eine Struktur außerhalb der persönlichen Situation zu finden. Die Erfahrung begleite ihn weiterhin, habe aber auch seine Perspektive auf Familie und Leben verändert.
Das Interview mit TV2 Sport: "Vor weinenden Ärzten und Krankenschwestern durfte er seine Zwillinge zum ersten und letzten Mal halten".
TV 2 Sport hat den deutschen Nationalspieler in seiner Heimatstadt Saarbrücken getroffen, denn er möchte seine bewegende Geschichte unbedingt erzählen.
Wie TV 2 berichtet, wurden die Kinder extrem früh geboren und wogen weniger als 500 Gramm. Laut Seidel seien beide medizinisch gesund gewesen, hätten jedoch aufgrund der Frühgeburt nicht weiter im Mutterleib verbleiben können. Den Eltern sei vor der Geburt erklärt worden, dass die Überlebenschancen bei etwa fünfzig Prozent lagen und mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden gewesen wären.
In den ersten Stunden nach der Geburt konnten die Eltern ihre Kinder nicht sehen, da diese intensivmedizinisch versorgt wurden. Erst später begegneten sie ihnen in Inkubatoren. Nach mehreren Tagen verschlechterte sich der Zustand der Zwillinge. Die Ärzte stellten in Aussicht, dass ein operativer Eingriff notwendig werden könnte, der jedoch mit sehr hohen Risiken verbunden gewesen wäre und mit großer Sicherheit zu schweren Behinderungen geführt hätte.
Nach Gesprächen mit dem medizinischen Personal entschieden sich die Eltern gegen eine Operation. In den letzten Stunden durften sie ihre Kinder halten. Laut Seidel geschah dies im Beisein von Ärzten und Pflegepersonal. Clara starb fünf Tage nach ihrer Geburt, ihr Bruder Jacob einen Tag später.
"Ich habe nicht versucht, stark zu sein. Es ist völlig in Ordnung, in so einer Situation nicht stark zu sein. Wir haben zwei Stunden lang ununterbrochen geweint" - Marvin Seidel.
Eine Woche nach dem Tod der Kinder veröffentlichte Seidel einen Beitrag auf Instagram, der laut TV 2 eine große Reichweite erzielte. Der Badmintonspieler berichtete, zahlreiche Rückmeldungen von Menschen mit ähnlichen Erfahrungen erhalten zu haben. Seidel erklärte, ihm sei wichtig gewesen, auf die Situation frühgeborener Kinder aufmerksam zu machen und zu zeigen, dass betroffene Eltern nicht allein seien.
"Es ist schön, dass das Leben weitergeht – und es wird auch für uns weitergehen. Niemand weiß, ob wir jemals wieder das Glück haben werden, schwanger zu werden, aber wir werden es versuchen. Und selbst wenn nicht, werden wir glückliche Menschen sein. Das ist sehr beruhigend. Wir lieben uns heute noch mehr als zuvor."
Wenige Wochen nach den Ereignissen nahm Seidel das Training wieder auf. Er betonte gegenüber TV 2, dass der sportliche Alltag ihm geholfen habe, eine Struktur außerhalb der persönlichen Situation zu finden. Die Erfahrung begleite ihn weiterhin, habe aber auch seine Perspektive auf Familie und Leben verändert.
Das Interview mit TV2 Sport: "Vor weinenden Ärzten und Krankenschwestern durfte er seine Zwillinge zum ersten und letzten Mal halten".
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