International 2025.08.31

WM-Sieg eines Spätberufenen

WM-Sieg eines Spätberufenen
Emotional: Der neue Weltmeister Shi Yu Qi [Foto/LIVE: BadmintonPhoto]
Von Bernd-Volker Brahms
Der 29-jährige Chinese Shi Yu Qi hat am Sonntag in Paris erstmals die WM gewonnen und dabei im Endspiel den Titelverteidiger Kunlavut Vitidsarn (24) in 75 Minuten mit 19:21, 21:10, 21:18 besiegt.
Der topgesetzte Shi Yu Qi hatte bereits im Halbfinale gegen den jungen Kanadier Victor Lai kurz vor dem Aus gestanden, als er zwei Matchbälle abwehren musste. Im Endspiel gab er den ersten Satz gegen seinen Thailändischen Gegner noch aus der Hand konnte dann aber die nächsten beiden Sätze in dominierender Manier gewinnen.

Es ist der Sieg eines Spätberufenen. Shi Yu Qi war 2016 mit 19 Jahren fulminant mit dem Sieg bei den French Open in seine Karriere gestartet. Zwei Jahre später gewann er die YONEX All England Open – und das mit einem Finalsieg über seinen Landsmann und Legende Lin Dan. Danach konnte er nur noch seltenen den hohen Erwartungen im chinesischen Team gerecht werden. Bei großen Turnieren schied er regelmäßig spätestens im Viertelfinale aus. So auch als Topgesetzter bei der WM in Kopenhagen vor zwei Jahren und auch bei den Olympischen Spielen 2024 an gleicher Stelle in Paris. Dort übrigens gegen seinen heutigen Finalgegner Kunlavut Vitidsarn.

Paris schien für den Thailänder Kunlavut Vitidsarn ein gutes Pflaster. Bereits vor einem Jahr hatte er an gleicher Stelle im olympischen Finale gestanden, wo er dem Dänen Viktor Axelsen allerdings sehr deutlich unterlag.

Kunlavut Vitidsarn hatte bereits in seiner Jugend dreimal in den Jahren 2017, 2018, 2019 die Jugend-Weltmeisterschaft gewonnen und sein beeindruckendes Talent unter Beweis gestellt – ein Rekord. Beim ersten Titel hatte er reihenweise Spieler besiegt, die zwei Jahre älter waren als er. Nach seinem dritten Sieg dauerte es nicht lange, dass sich der Thailänder auch bei den Erwachsenen einen Namen machte. Bereits 2022 als 21-Jähriger erreichte er erstmals das WM-Endspiel. Im Jahr darauf in Kopenhagen holte er sich als 22-Jähriger den Titel – als einer der jüngsten Spieler in der Geschichte des seit 1977 ausgetragenen Turniers.



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