Stars 2025.10.13

Frederik Søgaard rechnet nach Rücktritt mit Verband ab

Frederik Søgaard rechnet nach Rücktritt mit Verband ab
[Foto/Archiv: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Frederik Søgaard beendet Karriere und kritisiert den dänischen Verband scharf: „Sie haben mir den Boden unter den Füßen weggezogen“.
Der dänische Badmintonspieler Frederik Søgaard hat seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt gegeben – und erhebt in diesem Zusammenhang schwere Vorwürfe gegen den Verband Badminton Danmark. Dieser zeigt Verständnis für die Enttäuschung des Spielers, weist die Kritik jedoch entschieden zurück.

Über Jahre hinweg bildeten Søgaard und Rasmus Kjær ein eingespieltes und international erfolgreiches Doppel. Doch am 23. September verkündete der Verband überraschend das Ende dieser Partnerschaft. Nur wenig später erklärte Søgaard, er werde sich vollständig aus dem Nationalkader zurückziehen.

In einem Interview mit der Zeitung Ekstra Bladet kritisierte der 27-Jährige die Vorgehensweise des Verbandes scharf:

„Ich bin unzufrieden mit der Art, wie man mit mir umgegangen ist, und damit, dass ich in die Entscheidung über den Partnerwechsel nicht eingebunden wurde. Ich habe das Gefühl, dass mir der Boden unter den Füßen weggezogen wurde“, sagte Søgaard.

Nach seinen Angaben war es sein bisheriger Doppelpartner Rasmus Kjær, der die Zusammenarbeit beendete. Der Verband teilte zugleich mit, Kjær habe bereits einen neuen Partner gefunden – den 21-jährigen Christian Faust Kjær. Søgaard erfuhr davon offenbar erst kurz vor der öffentlichen Bekanntmachung.

„Nicht die Entscheidung selbst ist es, die mich ärgert, sondern dass ich in den Prozess überhaupt nicht einbezogen wurde. Ich hatte keinerlei Einfluss“, so Søgaard. „Ich hätte mir gewünscht, dass man das Gespräch gesucht und mir offen erklärt hätte, wohin die Reise geht. Stattdessen wurde ich einfach vor vollendete Tatsachen gestellt.“

Verband verteidigt Vorgehen

Der Sportdirektor von Badminton Danmark, Jens Meibom, weist die Vorwürfe zurück, betont aber zugleich, dass er Søgaards Reaktion nachvollziehen könne.

„Bei solchen Entscheidungen gibt es eine gewisse Abfolge, die sich in den vergangenen 40 Jahren bewährt hat. Natürlich möchte jeder Spieler möglichst früh eingebunden werden, doch das ist nicht immer möglich“, erklärte Meibom gegenüber Ekstra Bladet.

„Unsere Aufgabe ist es, im Interesse des dänischen Badmintonsports die besten Entscheidungen zu treffen. Ich verstehe, dass Frederik die Situation als ungerecht empfindet, doch wir sind überzeugt, richtig gehandelt zu haben.“

Man könne, so Meibom, durchaus „zwei Perspektiven“ auf den Vorgang haben. „Wäre ich an seiner Stelle, würde ich vermutlich ähnlich empfinden. Dennoch kann ich unsere Vorgehensweise vollständig vertreten – das ist eine der harten Realitäten des Leistungssports.“

Laut Meibom hatte der Verband bereits Pläne für eine neue Doppelkonstellation mit Søgaard, diese seien jedoch nicht mehr zur Umsetzung gekommen, da der Spieler seinen Rückzug erklärte.

Das Duo Søgaard/Kjær gehörte in den vergangenen Jahren zu den Aushängeschildern des dänischen Badmintons. Gemeinsam gewannen sie Bronze bei den Europameisterschaften und erreichten Platz 13 der Weltrangliste.



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