International 2025.09.16
Viktor Axelsen will die Handbremse lösen

[Foto/Archiv: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Der dänische Olympiasieger ringt nach langer Verletzungspause um seinen Rhythmus – und um eine neue Herangehensweise.
Es war ein ungewohntes Bild: Viktor Axelsen unterliegt klar in seinem ersten Auftritt nach einem halben Jahr Pause. Bei den Hong Kong Open endete das Comeback des 31-Jährigen bereits nach 37 Minuten – 15:21, 7:21 gegen den Japaner Kodai Naraoka. Ein Ergebnis, das in seiner Deutlichkeit überraschte, Axelsen selbst aber mit Ironie kommentierte: „Das war ja eine lange und harte Partie.“
Tatsächlich überwog bei dem Dänen nicht die Enttäuschung, sondern die Erleichterung. „Ich bin froh, dass ich keine Schmerzen mehr im Rücken habe. Es ist gut, wieder auf dem Platz zu stehen. Jetzt gibt es nur einen Weg – nach vorne", schildert er im ausführlichen Interview mit TV2.
Mit angezogener Handbremse
Dass er sich womöglich etwas zu früh ins Turniergeschehen zurückgewagt hat, gibt Axelsen unumwunden zu. „Ehrlich gesagt hätte ich noch etwas mehr Zeit gebraucht. Aber ich wollte raus, weg vom Warten, zurück ins Spiel.“ Viel mehr als das Resultat ärgerte ihn am Ende die eigene Zurückhaltung: „Ich habe gespielt, als hätte ich die Handbremse angezogen. Doch um wieder ganz oben mitzuhalten, muss ich voll durchziehen und darf keine Angst haben.“
Die Geduldsprobe eines Unruhigen
Axelsen kennt sich selbst – Geduld gehört nicht zu seinen Stärken. „Das ist wahrscheinlich die größte Herausforderung. Aber es ist eine gute Übung, nicht nur als Spieler, sondern auch als Mensch.“ Eine feste Frist, wann er wieder zur Weltspitze gehören will, setzt er sich nicht. Und doch macht er keinen Hehl daraus, dass er nicht antritt, um bloß mitzuspielen.
Was er dagegen unbedingt vermeiden will, ist Stillstand. „Ich habe keine Lust, schon mittwochs ausgeschieden zu sein und dann eine Woche lang herumzusitzen und zu warten. Das liegt mir nicht.“ Umso wichtiger sei es, sich über Training und Spielpraxis wieder an die alte Form heranzuarbeiten.
Von der Favoritenrolle ins Ungewisse
Beim China Masters in dieser Woche trifft Axelsen zum Auftakt auf den jungen Chinesen Wang Zhengxing. Unter normalen Umständen gälte der Däne als klarer Favorit – diesmal jedoch nicht. „Wenn ich so spiele wie vergangene Woche, ist er Favorit. Wenn ich aber meinen Rhythmus finde, kann ich hier einiges reißen.“
Axelsen plant Start in Saarbrücken
Das Ergebnis, sagt er, sei derzeit zweitrangig. „Wichtiger ist, dass ich einen Schritt in die richtige Richtung mache.“ Zugleich betont er: „Natürlich will ich gewinnen. Das liegt in meiner Natur.“
Unterstützt wird er dabei von Peter Gade, der als Trainer eigens nach China gereist ist. Nach dem Turnier führt der Weg zurück nach Europa: Im Oktober stehen die Denmark Open, die French Open und die HYLO Open in Saarbrücken auf dem Programm, ehe es im November nach Japan und Australien geht – vorausgesetzt, der Rücken hält.
Tatsächlich überwog bei dem Dänen nicht die Enttäuschung, sondern die Erleichterung. „Ich bin froh, dass ich keine Schmerzen mehr im Rücken habe. Es ist gut, wieder auf dem Platz zu stehen. Jetzt gibt es nur einen Weg – nach vorne", schildert er im ausführlichen Interview mit TV2.
Mit angezogener Handbremse
Dass er sich womöglich etwas zu früh ins Turniergeschehen zurückgewagt hat, gibt Axelsen unumwunden zu. „Ehrlich gesagt hätte ich noch etwas mehr Zeit gebraucht. Aber ich wollte raus, weg vom Warten, zurück ins Spiel.“ Viel mehr als das Resultat ärgerte ihn am Ende die eigene Zurückhaltung: „Ich habe gespielt, als hätte ich die Handbremse angezogen. Doch um wieder ganz oben mitzuhalten, muss ich voll durchziehen und darf keine Angst haben.“
Die Geduldsprobe eines Unruhigen
Axelsen kennt sich selbst – Geduld gehört nicht zu seinen Stärken. „Das ist wahrscheinlich die größte Herausforderung. Aber es ist eine gute Übung, nicht nur als Spieler, sondern auch als Mensch.“ Eine feste Frist, wann er wieder zur Weltspitze gehören will, setzt er sich nicht. Und doch macht er keinen Hehl daraus, dass er nicht antritt, um bloß mitzuspielen.
Was er dagegen unbedingt vermeiden will, ist Stillstand. „Ich habe keine Lust, schon mittwochs ausgeschieden zu sein und dann eine Woche lang herumzusitzen und zu warten. Das liegt mir nicht.“ Umso wichtiger sei es, sich über Training und Spielpraxis wieder an die alte Form heranzuarbeiten.
Von der Favoritenrolle ins Ungewisse
Beim China Masters in dieser Woche trifft Axelsen zum Auftakt auf den jungen Chinesen Wang Zhengxing. Unter normalen Umständen gälte der Däne als klarer Favorit – diesmal jedoch nicht. „Wenn ich so spiele wie vergangene Woche, ist er Favorit. Wenn ich aber meinen Rhythmus finde, kann ich hier einiges reißen.“
Axelsen plant Start in Saarbrücken
Das Ergebnis, sagt er, sei derzeit zweitrangig. „Wichtiger ist, dass ich einen Schritt in die richtige Richtung mache.“ Zugleich betont er: „Natürlich will ich gewinnen. Das liegt in meiner Natur.“
Unterstützt wird er dabei von Peter Gade, der als Trainer eigens nach China gereist ist. Nach dem Turnier führt der Weg zurück nach Europa: Im Oktober stehen die Denmark Open, die French Open und die HYLO Open in Saarbrücken auf dem Programm, ehe es im November nach Japan und Australien geht – vorausgesetzt, der Rücken hält.
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