International 19.06.2019

Poul-Erik Høyer bringt neue Zählweise (wieder) ins Spiel

[Foto/Archiv: BadmintonPhoto]
Von Redaktion
Bei der letzten Generalversammlung des Badminton-Weltverbandes (BWF) wurde eine neue Zählweise von den Mitgliedsländern abgeschmettert, jetzt bringt sie Präsident Poul-Erik Høyer erneut ins Spiel.
Für den ehemaligen Olympiasieger aus Dänemark ist es ein großes Anliegen, dass noch in seiner Amtszeit eine neue, kürzere Zählweise eingeführt wird. In einem Interview mit der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua bekräftigt der 53-Jährige diesen Wunsch.

"Wir brauchen kürzere Spielzeiten. Ein Satz bis elf wäre perfekt, um Badminton spannender und attraktiver zu machen", erklärt Høyer.

"Wir sollten unsere Sportart ständig auf den Prüfstand stellen und an einem besseren Produkt arbeiten."

Im vergangenen Jahr auf der Generalversammlung in Bangkok fand der Vorschlag des BWF-Councils - die Einführung einer Zählweise '3x11' - keine Mehrheit bei den Mitgliedsverbänden.

Spätestens seit dem Marathonspiel Dänemark gegen England beim 2019 Sudirman Cup in China, ist das Thema aber wieder aktuell. Über sechs Stunden dauerte der europäische Klassiker und strapazierte damit nicht nur die Nerven der Fans, Zuschauer - sondern auch die der Ausrichter.

"Ich denke, die meisten Verbände haben sich damals gegen '3x11' entschieden, weil es mit Hinblick auf die Olympischen Spiele in Tokio eine zu kurzfristige Änderung gewesen wäre. Nach den Spielen in Japan sieht es vielleicht anders auch. Wir werden sehen."