International 18.03.2019

Gelungene WM-Generalprobe in Basel

Gelungene WM-Generalprobe in Basel
Mathias Bay-Smidt [Foto/LIVE: Sven Heise für BadmintonPhoto]
Von YONEX Swiss Open
Vom 12. bis 17. März 2019 fand zum 29. Mal eines der weltweit größten und bedeutendsten HSBC World Tour-Turniere in der frisch sanierten St. Jakobshalle Basel statt.
Beim Weltranglistenturnier mit einem Preisgeld von USD 150.000 wurde u.a. um wichtige Qualifikationspunkte für die Weltmeisterschaften 2019 in Basel gespielt. Mit über 300 Weltklasse-Spielerinnen und -Spielern aus 41 Nationen hatte sich ein großer Teil der Badminton-Weltelite für die Swiss Open angemeldet; viele von ihnen reisten direkt von den YONEX All England Open in Birmingham an, die wie üblich in der Woche vor dem Basler Turnier über die Bühne ging.

Das erste Spiel des Finalsonntags war auch zugleich das Einzige mit europäischer Beteiligung. Das war auch den Zuschauern bewusst und somit war die Halle sehr gut gefüllt.

Rikke SØBY und Mathias BAY-SMIDT aus Dänemark gelingt erneut eine enorm gute Leistung und somit können sie die in den Top 20 klassierten Pitha Haningtyas MENTARI und Rinov RIVALDY (INA) in drei Sätzen schlagen.

Überraschungssieger im Mixed

Der erste Satz war ein offener Schlagabtausch, bis 18-18 war die Partie sehr ausgeglichen - erst dann gelangen den Dänen drei Punkte in Folge, was ihnen den ersten Satz sicherte.

Die besten Fotos der YONEX Swiss Open 2019

Im zweiten Satz hatten die Dänen sehr viel Mühe tritt zu finden. Es unterliefen ihnen viele einfache Fehler, die Indonesier nutzen das aus und gewannen ungefährdet mit 12-21.

Im entscheidenden Satz machten SØBY/BAY-SMIDT dann alles richtig - die Indonesier waren nicht einmal in Führung obwohl sie sehr konsequent angriffen. Die Abwehr der Dänen war sehr sicher und es gelang ihnen immer wieder aus der Verteidigung direkte Punkte zu erzielen.

Weltnummer 22 gegen Weltnummer 2 - das verspricht einiges an Spannung und so sollte es auch kommen. SAI PRANEETH B. (IND) hat im Halbfinale noch die Weltnummer 5 - CHEN Long (CHN) in zwei Sätzen besiegt. Heute gegen SHI Yuqi (CHN) sah es über weite Distanzen auch sehr gut aus für den Inder.

Die ersten zwei Sätze waren beide sehr ausgeglichen. Es war ein extrem schnelles Spiel mit vielen Cross-Smashes und getäuschten Schlägen. Beide Athleten liefen lange Wege, vor allem auf die vielen Cross-Bälle, welche geschlagen wurden.

Shi Yuqi kann Inder Praneeth stoppen

Erst im dritten Satz war dann langsam eine kleiner Klassenunterschied zu erkennen. Shi Yuqi wirkte immer noch frisch - SAI PRANEETH B. verlor etwas an Antrittsschnelligkeit. Bis zum Stande von 7-8 für den Chinesen war das Spiel wieder ausgeglichen - dann aber konnte sich SHI entscheidend absetzen und gewann den dritten Satz sicher mit 21-12.

Die Japanerin Saena KAWAKAMI ist in der Weltrangliste zwar 37 Positionen hinter ihrer heutigen Gegnerin CHEN Yufei aus China platziert, scheint aber so etwas wie die Angstgegnerin der Chinesin zu sein. Als sich die beiden an den China Masters 2017 gegenüberstanden, hatte die Japanerin noch in 3 Sätzen gewonnen.

Am Finaltag in der St. Jakobs-Halle zu Basel jedoch liess die Chinesin sich nicht beirren. Gleich zu Beginn legte sie 6 Punkte vor und vergrösserte ihren Vorsprung kontinuierlich. KAWAKAMI startete denkbar schlecht in das Spiel und haderte oft mit den Begrenzungslinien. Viel zu viele Eigenfehler der Japanerin, oft auch unerzwungen, führten dazu, dass ihre Gegnerin den Satz deutlich mit 21:9 für sich entscheiden konnte.

Der Start in den zweiten Durchgang gelang KAWAKAMI wesentlich besser. Obwohl CHEN ihre Gegnerin weiterhin in alle Ecken des Feldes jagte, brachte KAWAKAMI mehr Bälle zurück in’s Feld als im ersten Satz. Dies auch, weil nun CHEN mehr Mühe mit dem Feld zu haben schien. Ob es an der Seite lag? Wahrscheinlich jedoch nicht, denn CHEN nutzte die Pause bei 11:10, um sich nochmals neu zu orientieren. Mit vier Punkten in Folge setzte sie sich nach Wiederbeginn weiter ab. KAWAKAMI liess zwischenzeitlich ihr Können aufblitzen und spielte CHEN schwindlig. Zu mehr Gegenwehr reichte es aber nicht. Die topgesetzte Chinesin gewann auch den zweiten Satz und holte sich nach 36 Minuten den Titel im Damen-Einzel an den diesjährigen YONEX Swiss Open.

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